Ratgeber — Bonität

SCHUFA für Vermieter: welche Auskunft?

Es gibt zwei Wege zum Bonitätsnachweis: die kostenlose Datenkopie und den kostenpflichtigen BonitätsCheck. Hier ist der Unterschied – und was du dem Vermieter wirklich zeigen solltest.

Kostenlos

Datenkopie nach Art. 15 DSGVO

  • Enthält alle bei der SCHUFA gespeicherten Daten
  • Kommt per Post, das kann einige Tage dauern
  • Zeigt dem Vermieter mehr, als er wissen muss (z. B. alle Konten und Verträge)

Gut, um die eigenen Einträge zu prüfen – für den Vermieter nur bedingt geeignet.

Für Vermieter gedacht

SCHUFA-BonitätsCheck

  • Zeigt nur, was für die Bonität relevant ist
  • Sofort online als PDF verfügbar
  • Vermieter kann die Echtheit über einen Code prüfen

Kostenpflichtig, aber die Variante, die Vermieter in der Regel erwarten.

Was steht in der SCHUFA-Auskunft für Vermieter?

Der Vermieter will wissen, ob es Zahlungsausfälle gab – etwa offene Forderungen, Inkassoverfahren, eine Insolvenz oder eine abgegebene Vermögensauskunft. Normale Verträge wie Girokonto, Handyvertrag oder ein laufender, pünktlich bedienter Kredit sind kein Problem; sie sind sogar ein Zeichen für ordentliches Zahlungsverhalten.

So kommst du schnell an den Nachweis

  1. Wenn du deine Einträge nicht kennst: zuerst die kostenlose Datenkopie anfordern und auf Fehler prüfen.
  2. Für die Bewerbung einen aktuellen Bonitätsnachweis besorgen, der nur die relevanten Daten enthält.
  3. Die PDF in deine Bewerbungsmappe aufnehmen – zusammen mit Selbstauskunft und Gehaltsnachweisen.

Datenschutz: was der Vermieter nicht sehen muss

Du entscheidest, welche Auskunft du vorlegst. Die vollständige Datenkopie verrät mehr über deine Finanzen, als für die Mietentscheidung nötig ist. Wenn du sie trotzdem verwendest, darfst du Angaben schwärzen, die für den Vermieter keine Rolle spielen.

Häufige Fragen

Muss ich dem Vermieter eine SCHUFA-Auskunft geben?

Gesetzlich nicht. Viele Vermieter machen einen Bonitätsnachweis aber zur Bedingung. Ohne ihn hast du bei gefragten Wohnungen kaum eine Chance.

Darf der Vermieter selbst eine SCHUFA-Auskunft über mich einholen?

Nur mit deiner Einwilligung und erst, wenn ein Mietvertrag ernsthaft in Betracht kommt. Üblich ist, dass du die Auskunft selbst besorgst und vorlegst.

Wie alt darf die SCHUFA-Auskunft sein?

Eine feste Regel gibt es nicht. Die meisten Vermieter erwarten eine Auskunft, die nicht älter als drei Monate ist.

Was mache ich bei einem negativen Eintrag?

Prüfe zuerst mit der kostenlosen Datenkopie, ob der Eintrag korrekt ist, und lass falsche Einträge berichtigen. Ist er korrekt, kann eine Bürgschaft oder eine offene Erklärung im Anschreiben helfen.

Komplett

Bewerbungsmappe – Deckblatt, Anschreiben, Selbstauskunft und Nachweise in einer PDF.

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