Was steht in der SCHUFA-Auskunft für Vermieter?
Der Vermieter will wissen, ob es Zahlungsausfälle gab – etwa offene Forderungen, Inkassoverfahren, eine Insolvenz oder eine abgegebene Vermögensauskunft. Normale Verträge wie Girokonto, Handyvertrag oder ein laufender, pünktlich bedienter Kredit sind kein Problem; sie sind sogar ein Zeichen für ordentliches Zahlungsverhalten.
So kommst du schnell an den Nachweis
- Wenn du deine Einträge nicht kennst: zuerst die kostenlose Datenkopie anfordern und auf Fehler prüfen.
- Für die Bewerbung einen aktuellen Bonitätsnachweis besorgen, der nur die relevanten Daten enthält.
- Die PDF in deine Bewerbungsmappe aufnehmen – zusammen mit Selbstauskunft und Gehaltsnachweisen.
Datenschutz: was der Vermieter nicht sehen muss
Du entscheidest, welche Auskunft du vorlegst. Die vollständige Datenkopie verrät mehr über deine Finanzen, als für die Mietentscheidung nötig ist. Wenn du sie trotzdem verwendest, darfst du Angaben schwärzen, die für den Vermieter keine Rolle spielen.
Häufige Fragen
Muss ich dem Vermieter eine SCHUFA-Auskunft geben?
Gesetzlich nicht. Viele Vermieter machen einen Bonitätsnachweis aber zur Bedingung. Ohne ihn hast du bei gefragten Wohnungen kaum eine Chance.
Darf der Vermieter selbst eine SCHUFA-Auskunft über mich einholen?
Nur mit deiner Einwilligung und erst, wenn ein Mietvertrag ernsthaft in Betracht kommt. Üblich ist, dass du die Auskunft selbst besorgst und vorlegst.
Wie alt darf die SCHUFA-Auskunft sein?
Eine feste Regel gibt es nicht. Die meisten Vermieter erwarten eine Auskunft, die nicht älter als drei Monate ist.
Was mache ich bei einem negativen Eintrag?
Prüfe zuerst mit der kostenlosen Datenkopie, ob der Eintrag korrekt ist, und lass falsche Einträge berichtigen. Ist er korrekt, kann eine Bürgschaft oder eine offene Erklärung im Anschreiben helfen.